Einstärkengläser
Zahlreiche Menschen sehen schlecht, ohne es zu wissen. Der Grund: Gehirn und Auge können Fehlsichtigkeiten bis zu einem gewissen Grad kompensieren, zum Beispiel durch Anspannung der Augenmuskeln. Das ist jedoch sehr anstrengend. Eine Folge dieser dauerhaften Anspannung sind Kopfschmerzen.
Diese Kopfschmerzen sind Warnsignale dafür, dass die Unterstützung durch eine Brille dringend erforderlich ist und sollten nicht ignoriert werden. Eine eingeschränkte Sehleistung kann zum Beispiel beim Autofahren gefährliche Folgen haben.
Einstärkengläser sorgen immer dann für mehr Durchblick, wenn man nur in einem Bereich des Sehens Unterstützung benötigt.
Fehlsichtigkeiten, die durch Einstärkengläser korrigiert werden können:
- Kurzsichtigkeit (Myopie)
- Weitsichtigkeit (Hyperopie)
- Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)
- Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Kurzsichtigkeit (Myopie)
Kurzsichtigkeit bedeutet, dass man Gegenstände in der Ferne nicht gut sehen kann. Auffällig wird dies durch Unschärfe oder Blendung. Bei stärker ausgeprägter Kurzsichtigkeit kommt es auch zu Sehschwierigkeiten im Mittel-Bereich.
Ursache für Kurzsichtigkeit können die Länge oder der Brechwert des Auges sein. Ist das Auge zu lang, treffen sich die Lichtstrahlen nicht als ein Punkt (Brennpunkt) auf der Netzhaut, sondern davor. Deshalb kann für die Ferne kein scharfes Bild erzeugt werden. Zur Korrektur benötigt man ein Minusglas, das das Licht streut.
Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Weitsichtige Menschen können Gegenstände in der Nähe nicht scharf sehen. Folgen können Kopfschmerzen, Müdigkeit und/oder Blendung sein. Ist die Weitsichtigkeit stärker ausgeprägt, kann es auch zu Schwierigkeiten im Mittel- und Fernbereich kommen.
Betrachtet der Weitsichtige Gegenstände in der Nähe, so gelingt es dem Auge nicht, das Licht stark genug zu bündeln, um auf der Netzhaut ein scharfes Bild zu erzeugen. Der Brennpunkt, in dem alle Lichtstrahlen zusammentreffen, liegt dann hinter der Netzhaut. Zur Korrektur benötigt man ein Plusglas, das das Licht bündelt.
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)
Beim normalsichtigen Auge besitzt die Hornhaut eine kugelige Oberfläche. So trifft seitlich einfallendes Licht genauso auf die Netzhaut, wie von vorne kommendes Licht.
Sobald die Krümmungen nicht mehr kugelig, sondern elliptisch sind, wird einfallendes Licht verschieden gebrochen und runde Objekte werden nun strich- oder stabförmig wahrgenommen. Mögliche Folgen sind verzerrtes Sehen, Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit. Zur Korrektur benötigt man ein zylindrisches Glas, das das Licht entsprechend der Hornhautverkrümmung bricht.
Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Linse zwischen Nähe und Ferne umzuschalten und sich anzupassen ab. Die so genannte Alterssichtigkeit wird erstmals zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr bewusst vom Menschen wahrgenommen. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Augenbrennen und/oder Abgespanntheit sind Auswirkungen beim Menschen. Gerade das Lesen wird in diesem Lebensabschnitt zunehmend schwieriger, so dass eine Lesebrille erforderlich ist.